Digitale Transformation

Unternehmen und Branchen haben Umwelten, mit denen sie zum einen im Austausch stehen, und sich zum anderen an deren Veränderungen anpassen müssen. Der Trend zur Digitalisierung und die zunehmende Bedeutung der Kundensicht als Erscheinungen des Wandels der technologischen bzw. der gesellschaftlichen Umwelt stehen dabei im Fokus. Die Digitalisierung bietet den Unternehmen eine große Chance, den daraus entstehenden Mehrwert für sich zu nutzen, sofern er identifiziert wird. Dabei besteht die Herausforderung, dass sich mit neuen digitalen Technologien befasst wird, die die Grundlage für neue Geschäftsmodelle bilden. Der Trend zur Digitalisierung ist weder aus der industriellen Produktion noch aus der Vertriebsorganisation mehr wegzudenken. Die Digitalisierung führte in einem ersten Schritt zur programmierbaren Maschinensteuerung, mit der verfeinerte Automatisierungen und Standardisierungen erreicht worden sind. Durch die Informationstechnologie (IT), sind nicht nur Fertigungsbereiche, sondern auch administrative Prozesse optimiert worden. Die auf Digitalisierung beruhenden Medien speisen sich aus Online- und Offline-Technologien aus Hard- und Software-Produkten, -prozessen, -netzwerken und -dienstleistungen, die auf allen Ebenen von der Kundenfindung über die Gewinnung von Kunden, die Kaufanbahnung, den Kaufabschluss, die Kundenbetreuung bis zum Service und zum Nachverkauf Verwendung finden. Auch sind Onlinevertriebskanäle von immer größerer Bedeutung sowie vor allem die Softwareunterstützung für das Customer Relationship Management (CRM).

 

Dabei handelt es sich um den Prozess des strategischen Management aller Kundenerlebnisse über sämtliche Kundenkontaktpunkte hinweg, um dem Kunden ein positives Erlebnis der Marke und des Unternehmens zu vermitteln. Den Ausgangspunkt hierfür bildet die Perspektive des Kunden, sodass sämtliche Prozesse im Unternehmen von dieser Warte untersucht und gegebenenfalls optimiert werden.

 

Bei unserer Beratungstätigkeit fokussieren wir uns auf folgende Kerngebiete:

Digitalisierung im Baugewerbe

Viele Branchen haben in den letzten 10-15 Jahren etwaige technologische Innovationen genutzt, um ihre Produktivität zu erhöhen. Im Baugewerbe wurde hingegen an vielen Stellen wenig optimiert. Traurige Beispiele für Rückständigkeit im Baugewerbe sind Projekte wie Stuttgart 21, der Berliner Flughafen BER oder die Hamburger Elbphilharmonie. Bei all diesen Projekten wurde sowohl der Zeitplan als auch der zuvor veranschlagte Kostenrahmen in unvorstellbarer Art und Weise verfehlt. Für Unternehmen im Baugewerbe ist es wichtig, dass sie rechtzeitig die technologischen Möglichkeiten nutzen und ihr Geschäftsmodell digitalisieren. Ansonsten kann der Anschluss an die Konkurrenz mittelfristig nicht gehalten werden und die Wettbewerbsfähigkeit schwindet dahin. Das Baugewerbe unterteilt sich in den Hochbau, den Straßen- und Tiefbau sowie den dazugehörigen Ausbau. Die Wertschöpfungskette des Baugewerbes mit Fokussierung auf den Wohnungsbau besteht aus Akquisition, Planung, vorbereitende Baustellenarbeiten, Hoch- und Tiefbau, Innenausbau und Bauinstallation, sowie abschließender Übergabe. Mit das zentralste Thema im Zuge der Digitalisierung im Baugewerbe ist das Building Information Modeling (BIM). Dadurch haben die zahlreichen verschiedenen Akteure der Wertschöpfungskette die Chance, bei Bauprojekten durch die Nutzung einer gemeinsamen digitalen Planungsplattform zusammenzuarbeiten, was schon heute zu einer gesteigerten Produktivität führt, woraus auch Wettbewerbsvorteilen resultieren. Die Baulogistik kann auch Nutznießer der Vorteile digitaler Technik sein. Unter Berücksichtigung, dass ein Bauarbeiter rund 70 % seiner Zeit mit Transport-, Auf- und Umräumarbeiten oder der Suche nach Materialien und Geräten verbringt, kann auch hier durch geeignete Technologien wie GPS oder RFID die Effizienz gesteigert und wertvolle Arbeitszeit effizienter genutzt werden. Weiterer Bereich innerhalb des Baugewerbes ist auch wieder das Marketing und der Vertrieb, bei dem das Thema E-Commerce im Vordergrund steht. Zusätzlich zu der unternehmenseigenen Website – das digitale Aushängeschild für die Präsentation des Unternehmens- werden hierbei die ebenfalls für das Baugewerbe wichtigen Themenfelder wie Mobile Commerce und das Online-Marketing optimiert.

Die Projektentwicklung beinhaltet primär die Vorbereitung von meist größeren Bauprojekten und kann zusätzlich den Vertrieb der dabei entwickelten Immobilien bzw. der einzelnen Einheiten umfassen. Es lassen sich folgende Wertschöpfungsstufen bei der Projektentwicklung zuordnen:

  • Grundstücksakquisition
  • Erlangung des Baurechts
  • Nutzungskonzeption
  • Finanzierung
  • Marketing und Vermietung
  • Investment bzw. Verkauf

Daraus wird ersichtlich, dass die Digitalisierung in vielen Bereichen hohen Einfluss hat, insbesondere bei den Stufen Grundstücksakquisition, Finanzierung, Marketing und Investment.

Projektentwickler befassen sich im Großen mit dem eigentlichen Bau, vorausgehenden Analysen und Risikobewertungen. Diese Analysen und Bewertungen basieren auf Daten. Je mehr Daten dabei verfügbar sind, desto zuverlässiger lassen sich Ergebnisse darstellen und Entscheidungen plausibilisieren. Dabei sind die Trends und Technologien rund um Big Data und Predictive Analytics für Projektentwickler von besonderer Bedeutung. Hierbei ist es typisch, dass maschinelle Systeme und Computer besser und päziser arbeiten, je umfangreicher die Datenmenge ist.

Der Menschen hingegen ist in der Lage, eine begrenzte Menge an Informationen auszuwerten und sinnvoll zu analysieren. In den verschiedenen Analysephasen und bei der Risikobewertung kommt es allerdings für Projektentwickler darauf an, ein höchstmögliches Maß an Sicherheit zu erreichen – innerhalb kurzer Zeit. Denn je größer der Zeitaufwand für die Analysephase ist, desto höher fallen die Kosten aus. Bei einer negativen Bewertung von Projektoptionen erweisen sich diese kosten zudem als verlorenes Geld, das über erfolgreiche andere Projekte erst einmal wieder hereingeholt werden muss.

Hierbei kann die Digitalisierung zu enormen Fortschritten und einer Optimierung der Tätigkeiten auf dieser Wertschöpfungsstufe führen. Durch den Einsatz von umfangreichen und automatisierten Big-Data-Analysen mit entsprechenden Verifikationen können Zeit und Geld gespart werden und es kommt zu besseren Resultaten. Gleiches lässt sich für den Einsatz von Predictive Analytics festhalten, insbesondere wenn es darum geht, Aussagen bezüglich der der zukünftigen Nutz- und Verwertbarkeit von Immobilienprojekten zu machen. Darauf aufbauend kann auch der Einsatz von künstlichen Intelligenzen und selbstlernenden Systemen zur wirtschaftlichen Optimierung beitragen. Ein Großteil der heutigen oftmals standardisierten und immer wieder gleich ablaufenden Prozesse und Wertschöpfungen von Projektentwicklern in der Vorbereitung und Planung von Projekten kann also im Zuge der Digitalisierung in großem Umfang, wenn nicht sogar komplett digitalisiert und automatisiert werden und dabei bessere Ergebnisse als aktuell hervorbringen.

Digitalisierung im Facility Management

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind zukunftsweisende Themen. Auch das Facility Management spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Facility Management kann zur Effizienz von Gebäuden und zum Klimaschutz beitragen, z. B. durch integrierte System-Dienstleistungen oder Automatisierungen von einzelnen Prozessen, die die Effizienz steigern.

Jedoch fehlen Stand jetzt etablierte Daten- und Prozessstandards für eine flächendeckende Digitalisierung und Automatisierung des Facility Managements und der damit verbundenen Dienstleistungen. Zudem liegt momentan leider noch in vielen Unternehmen eine mangelnde Bereitschaft vor, in Sekundärprozesse zu investieren. Dies wirkt sich mittelfristig negativ auf die Unternehmen aus. Daten werden zu einem immer wichtigeren Gut, um eine effiziente Bewirtschaftung von Gebäuden und Anlagen zu gewährleisten. So lassen sich durch eine Vernetzung der Gebäude und deren technischen Komponenten mögliche Störungen in den meisten Fällen über Fernzugriff identifizieren- und auch beheben.

So ermöglichen Sensoren oder digitale Datenerfassung, dass Nutzungsprofile von Gebäuden und Anlagen in Echtzeit erstellt werden, aus denen sich dann Pläne für Wartung und Reinigung erstellen und Algorithmen zur Optimierung des Betriebs ableiten lassen. So helfen z.B. Sensoren oder Bewegungsmelder dabei, Daten zu sammeln, welche Räume wie stark genutzt werden und lassen Rückschlüsse zu, wann diese z.B. gereinigt werden müssen.

Datenquellen können so verbunden werden, dass Probleme frühzeitig über Dashboards erkannt werden können - bevor die Störung entsteht. Dadurch lässt sich eine vorausschauende Wartung integrieren, die den Vorteil hat, dass sich Ausfallzeiten und Reparaturen verringern. Diese Informationen können über mobile Endgeräte an Fachpersonal weitergeleitet werden, sodass der Handlungsbedarf erkannt und weitergeleitet wird, wodurch die Effizienz steigt. Zudem besteht innerhalb des Facility Managements großes Potenzial in der Automatisierung der Dokumentation von geleisteten Service-Tätigkeiten, der Zeiterfassung, Ersatzteilbestellung, Disposition und ähnlichen Bereichen.

Die Digitalisierung hat bereits zu Beginn des neuen Jahrtausends in der Immobilienbranche Einzug gehalten, als die großen Internetportale Immobilienscout24, Immonet oder Immowelt, um drei beispielhaft zu benennen, über das Internet die Angebote an Häusern und Wohnungen zum Kauf oder zur Miete direkt vom Eigentümer oder durch Immobilienmakler veröffentlichten. Wenn heute von der Digitalisierung im Bereich des Immobilienvertriebs gesprochen wird, können darunter zwei parallele Entwicklungen verstanden werden. Zum einen ändern sich die Gepflogenheiten des Immobilienvertriebs durch die digitalen Möglichkeiten für alle Makler dieser Branche, zum anderen geht es darum, dass die Digitalisierung die Onlineimmobilienmakler möglich gemacht hat.

Auch das stetige digitale Change-Management spielt für Makler-Unternehmen eine Rolle und sie sehen sich mit einem Wandel konfrontiert, zum einen, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern und zum anderen, um die Potentiale, die mit der Digitalisierung einhergehen, auszuschöpfen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass neue Kompetenzen erlangt und genutzt werden müssen. Gleichzeitig haben Makler-Unternehmen durch die Digitalisierung die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu implementieren. Wer nicht digitalisiert, verliert seine Wettbewerbsfähigkeit.

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO), das Suchmaschinenmarketing (SEM), Social Media, Content Marketing und Online-PR sind dabei wichtige Aufgabenfelder im Vertrieb. Auch die Lead-Generierung ist in den Zeiten der Digitalisierung neu aufgestellt worden und enthält viele Anteile von Automatisierungen. Durch die Implementierung eines Lead-Generators, der über die bestehende Maklerwebsite angebunden werden kann, könnte z.B. für Immobilienmakler ein komplett neuer Akquisekanal für eine voll automatisierte Kontaktgewinnung eingeführt werden.

Digitalisierung im Bereich der Immobilien-Projektentwicklung

Digitalisierung im Immobilienvertrieb

Zielgruppe

Unternehmen

Vorteile

Steigerung der Produktivität durch Digitalisierung & Automatisierung
Zeit- und Kosteneinsparung
Erhöhung der Reichweite (Netzwerkeffekte)